Monk

Image

Als eine, die nur peripher mal Jazz hört, dann aber immer wieder überrascht ist, hat mich gestern ein Piano begeistert. Stücke von Thelonious Sphere Monk begleitet von einer Lesung aus Geoff Dyers Buch „but beautiful“ über Monk. Normalerweise hat das literarische Werk die Hauptrolle, aber hier ist es andersherum: Der sanfte und dennoch mächtige Flow aus Dyers wunderbar komponierten Worten bietet ehrfürchtig die Bühne für Monks Musik. Die Dissonanzen harmonieren mit der geschmeidigen Huldigung an eine Exzentrik, die anfangs von originellen Outfits und eigenwilligen Performances ihren Ausdruck findet, später in einer Abkehr von Allem mündet. So wie Monk gut ohne Text auskommt, bräuchte Dyer die Musik nicht. Aber ohne die Musik wäre der Text nicht entstanden und das literarische Bild schafft einen dreidimensionalen Körper. Ich höre, sehe und rieche Monk. Und spüre, wie das Klavier ein Teil von ihm ist, ein Organ, eine Stimme, eine Seele.

Advertisements

kommentieren

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s